Juni 2009: North Sea Beach Marathon

Juni 2009: North Sea Beach Marathon

Laufbericht von Claudia Kümper:

Ziemlich spontan entschloss ich mich, nur drei Wochen nach dem Mittelrhein Marathon in Dänemark beim Beach Marathon an den Start zu gehen. Es war die zehnte Auflage dieses naturnahen Laufes zwischen Dünen und Meer, der in diesem Jahr von Norden (Hvide Sande) nach Süden (Vejers) ausgetragen wurde. Vor genau vier Jahren war ich meinen allerersten Halbmarathon an diesem Strand gelaufen. Frank hatte damals meinen ersten „Laufversuchen“ ein konkretes Ziel entgegengehalten: In 5 Monaten von 0 auf 21 km!

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April 2009: Waldhessenlauf – 12h-Lauf

03. April 2009: Waldhessenlauf – 12h

Unsere Ergebnisse:

Iris Hadbawnik: 101,98 KM
Rang 1 der Frauen und 10. Gesamt

Frank Nicklisch: 111,21 KM
Gesamtrang 5 und 2. AK

Laufbericht von Frank Nicklisch:

Nach einer Woche ohne Training wegen einer Verletzung (oder eher der Angst davor…) bin ich am Freitag Abend um 22:00 im Rotenburger Schloßpark in den Wettkampf gestartet. Gemeinsam mit Iris wollte ich die Nacht hindurch bis Samstag 10:00 ununterbrochen laufen. Wunschziel war eine Verbesserung meiner PB von bis dahin 108km. Nach dem Startsignal bin ich dann locker losgelaufen und habe versucht möglichst ohne Krafteinsatz zu laufen. Geplant für eine der 1,145 km langen Runden war eine Zeit von 6:40 Minuten, also ein Schnitt von 5:50/km. Ich habe mich vom Start weg in der Führungsgruppe einsortiert und mich vom Tempo her wohl gefühlt. Am Ende der Runde musste ich aber feststellen, dass wir 6:05 Minuten/Runde liefen. Viel zu schnell. Ich ließ mich bis ans Ende der fünfköpfigen Gruppe zurückfallen und versuchte Tempo herauszunehmen. Gemeinsam mit einem anderen Teilnehmer trennten wir uns schließlich nach 4 Runden von der Spitze ab und liefen ab da konstant Rundenzeiten um die 6:30. Es war zwar etwas schneller als geplant, aber ich konnte auffallend locker laufen und fühlte mich überhaupt nicht belastet. Gegen 1:15 wurde es schlagartig dunkel auf der Strecke, als die Stadt die Straßenbeleuchtung abschaltete. Lediglich der Start/Zielbereich wurde vom THW mit großem Aufwand beleuchtet. Spätestens jetzt war es dringend zu empfehlen mit einer Stirnlampe zu laufen. Ich konnte mein Anfangstempo immer noch problemlos halten, bin auch nach 35km (und auch nicht später) auf die „Wand“ gestoßen. Der erste Marathon war nach 3:58h absolviert und ich war mit der Situation bis jetzt hochzufrieden. Die 50km erreichte ich nach 4:45h, nur 6 Minuten über meiner Bestzeit. Nach der 50km Marke stellte ich meinen Laufrhythmus etwas um und bin ab dann an der Verpflegungsstelle ein paar Schritte gegangen. Meine Rundenzeit pendelte sich in der Folge bei etwa 7:15 ein. Aber mittlerweile kamen Muskelschmerzen in den Oberschenkeln auf, Anfangs noch zu ignorieren, aber stetig zunehmend. Die Gehpausen wurden länger. Mit einer Schmerztablette ließ sich die Situation etwas verbessern und ich konnte wieder zu den gewohnten Rundenzeiten zurückkehren. Zwischendurch lief ich immer wieder mal Rundenzeiten um die 6:30, doch die Gesamttendenz war eher fallend. Um 4:30 wurde das Licht wieder angeschaltet und bald darauf wurden auch die Vögel im Park munter. Aber bis zum Sonnenaufgang sollte es noch zwei Stunden dauern. Ich lag bis zu diesem Zeitpunkt zwischen dem 4. und 6. Rang, der dritte, der zeitweise zwei Runden vor mir lag, jetzt nur noch 1 Runde vor mir. Vom Tempo her war ich immer noch deutlich schneller als der dritte, aber aufgrund der Schmerzen konnte ich dieses Tempo nicht über mehrere Runden, geschweige denn Stunden, halten. So lieferte ich mir mit dem dritten über Stunden hinweg ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem mal er und mal ich vorne lagen. So erreichte ich die 100km in 10:31h und konnte meine bisherige Bestzeit um mehr als eine halbe Stunde verbessern. Jetzt war mein Ziel, mehr als 108 km zu laufen in greifbarer Nähe. 90 Minuten Zeit für mehr als 8km, das sollte zu schaffen sein. Die aus dieser Erkenntnis folgende Entspannung ließ meine Rundenzeiten rapide fallen. Der dritte der Wertung nutze die Gelegenheit und konnte mich in dieser Endphase noch zwei mal überrunden. Aber die Platzierung war mir egal, wichtig war nur die erreichte Strecke. Vor der letzten Runde bekam jeder Läufer ein kleines Fähnchen mit dem die zurückgelegten Meter der letzten Runde markiert werden sollten. Nach einem Endspurt über die letzten 500m, bei dem wir noch unter großem Beifall die bereits zum Start aufgestellten 6-Stunden-Läufer passierten, konnte ich
beim Schlusssignal mein Fähnchen nach 111,212km in den Boden rammen.

Waldhessenlauf in Rotenburg an der Fulda. Rundkurs über 1,145km durch den Schloßpark und entlang der Fulda. Angeboten werden 100km, 12h und 6h. Start für 100km und 12h am Freitag um 22:00, Start des 6h-Laufes am Samstag um 10:00. Strecke durchgehend befestigt, zumeist asphaltiert, teilweise Kopfsteinpflaster. Sehr gute, familiäre Organisation mit viel Engagement.

Laufbericht von Iris Hadbawnik:

Mein erster 12h-Lauf – was für ein Event! :-)) Start war um 22 Uhr und der Lauf begann mit super netter und lustiger Unterhaltung mit Petra aus der Nähe von Karlsruhe. Nach etwa 2 Stunden bin ich, ins Gespräch vertieft und bei unzureichend beleuchteter Strecke, leider über eine der zahlreichen Stolperfallen gestürzt… Trotz offener Knie und Hände und zahlreicher Prellungen hab ich die Zähne zusammengebissen und noch die restlichen 10 Stunden mit mehr – und mal weniger- Spaß verbracht. Das Durchhalten hat sich gelohnt. Am Ende war ich die beste Frau und 10. der Gesamtwertung! :-))
Zum Foto (lieben Dank an Martin walkt!): Es zeigt mich kurz nach dem Lauf beim Regenerieren in unserem Pavillon (hab leider noch kein Lauffoto im Internet gefunden…)

Waldhessenlauf

Zur Website des Veranstalters: www.waldhessenlauf.de

31. Januar 2009: Ultramarathon Rodgau

Ultramarathon Rodgau – 50 km

Unsere Ergebnisse:

Frank Nicklisch: 04:39:57 h
Oliver Weis: 04:56:59 h
Iris Hadbawnik: 04:57:00 h

Laufbericht von Frank Nicklisch:

„Ich habe erst auf der ersten Runde meine Strategie festgelegt. Zu Debatte standen 5 Stunden sicher ins Ziel bringen oder auf Risiko gehen und die 4:30 angreifen. Nach zwei Kilometer war alles klar: Ich konnte ein Tempo von 5:10 locker laufen und habe mich dabei absolut wohl gefühlt. Der Puls lag im grünen Bereich und so war alles klar. Für die 4:30h müsste ich einen Schnitt von 5:24 laufen und so hatte ich noch eine Reserve von einigen Sekunden, die ich auf dem hinteren Teil sicher brauchen würde.
Die ersten 6 Runden (30 km) liefen planmäßig mit Rundenzeiten um die 26 Minuten. Allerding ereilten mich am Ende der 6. Runde Magen/Darmprobleme und ich musste einen Zwischenstopp in den blauen Häuschen machen. Resultat: 5 Minuten Zeit verloren. Der Rest der Runde lief sehr schnell (25 Minuten), aber dann musste ich wieder ins Häuschen. Nochmal 4 Minuten verloren. Danach kam ich nicht mehr in meinen Rhytmus, ich fühlte mich ausgelaugt und kraftlos, dazu kamen jetzt auch noch muskuläre Probleme. Gehpausen waren unumgänglich und haben mich so weitere 10 Minuten gekostet. Nichtdestotrotz habe ich mit 4:39h eine neue PB und die Gewissheit das in der Zukunft auch noch 15 Minuten mehr drin sind.“

 

Laufbericht von Oliver Weis:

„Es war einfach nur genial…hatte ja vorher sowas noch nie mitgemacht. Mein erster Ultralauf. Der Startschuss fiel und mir schlief der recht Zeh ein. Na danke…das geht ja gut los. Dann aber wurde es besser und besser. Konnte sogar bis km35 noch scherzen und lachen. Aber dann verging auch mir das Schmunzeln. Die letzten zwei Runden waren doch härter, als ich dachte. Trainingsvorbereitung war doch eher lasch…auch durch Krankheit. In der vorletzten Runde gingen mir die Oberschenkel zu. Tempo runter. Aber die 5 Std immer im Auge behalten. Die letzte Runde war nur noch Quälerei. Immer wieder Gefühlsausbrüche zwischen von 🙁 bis lachen. Dank meiner super Begleitung jedoch, hab ich es in einer wahnsinningen Zeit geschafft….dann kam so ziemlich alles raus. Dankeschön Iris!“

 

Laufbericht von Iris Hadbawnik:

„Ultramarathon in Rodgau im Sportics-Team: Bereits vor dem Start hat uns schon Ralf von Sportics angesprochen. Naja, die schönen Sportics-Shirt sind halt jedem sofort aufgefallen… :-)) Leider haben wir Bernann dann erst auf der Strecke getroffen – sind dann aber ein paar Kilometer zusammen gelaufen. Insgesamt ist Rodgau ein sehr schöner und familiärer Lauf, den man mit etwas mehr Vorbereitungskilometern sicher auch mehr genießen könnte… ;-))“

 Zur Website des Veranstalters: www.rlt-rodgau.de